Schwitzhüttenritual. Aufbruch & Selbsterfahrung.

Ein neues Jahr beginnt. Zart regen sich unsere Kräfte dem wachsenden Licht entgegen. In Gedanken säen wir schon Frühjahrssamen oder erträumen uns an einen Sonnenplatz unter blauem Himmel. Zeit, dem inneren Aufbruch Aufmerksamkeit zu schenken. Wohin möchte ich aufbrechen? Auf welche Art mich entfalten? Welche Samen und Wurzeln brauche ich, um den Wandel in meinem Leben begrüßen zu können?
Eine Schwitzhütte bildet in vielen Kulturen ein Ritual der Reinigung und Selbsterkenntnis. Sie steht für den Schoß von Mutter Erde, in den wir während des Rituals hinein kriechen und aus dem wir zum Abschluss des Rituals wieder neugeboren herauskommen. Dabei begleitet uns immer wiederkehrend die Zahl 4: in den Himmelsrichtungen sowie den Elementen und nicht zuletzt in den Gebetsrunden in der Hütte.
Die Hütte selbst ist ein Geflecht aus Weiden- oder Haselstöcken, das, abgedeckt mit Wolldecken, einen intensiven Schutzraum bildet. In der Mitte liegen glühend heiße Steine, die nach jedem Gebet mit Wasser übergossen werden. Während die Steine zischen und dampfen oder durch einen Kräuterregen glitzern und funkeln, nehmen wir uns die Zeit für tiefe Innenschau, um zu danken, zu bitten, loszulassen und zu nehmen.

Eingebettet ist das Ritual in ein Wochenende mit viel Raum und Zeit, um unsere innersten Bewegungen aufzustöbern und sie mithilfe weiterer Übungen und kleiner Naturrituale mit der äußeren Welt zu verbinden. Das Thema „Aufbruch“ bildet den Rahmen, der unsere Bewegungen und Begegnungen an diesem Wochenende miteinander verknüpft.

Das Wochenende findet auf dem Gelände des Tonhauses und in der direkten Umgebung statt: Hier plätschert ein kleiner Bach und versorgt uns mit frischem Wasser für unser Ritual. Der Garten hat viele Ecken, in denen feines Räucherwerk wächst. Die Rhön ist ein Feuerland und so dürfen wir uralte, dicke Basaltsteine ins Feuer legen und über dem Garten und die angrenzenden Wiesen und Wälder wölbt sich ein weiter Himmel. Ein guter Platz, um die Seele zu verwurzeln und den Geist wachsen zu lassen.

Das Seminar ist eine Selbsterfahrungszeit. Darüber hinaus gewährt es wertvolle Einblicke in Ritualarbeit. Zusammen mit den weiteren Übungen können diese die eigene pädagogische Arbeit bereichern.

Termine Schwitzhütte

26.-28.01.2018

Tonhaus Rhön

Leitung: Vanessa van Eyk
Seminargebühr: 198 Euro
Ü/VP: 112 Euro